Was ist eine idiopathische intracranielle Hypertension (IIH)?

Die idiopathische intracranielle Hypertension ist im Grunde eine Situation, in der der Druck in deinem Schädel(Hirndruck)erhöht ist, aber es gibt keine offensichtliche Ursache dafür. Es ist also “idiopathisch”.

Der Hauptgrund ist, dass sich in den kleinen Hohlräumen eine große Menge Flüssigkeit ansammelt. Diese Flüssigkeit, bekannt als Liquor, funktioniert in diesem Fall nicht richtig.

Wie habe ich diese Diagnose bekommen?

Im Jahr 2018, nach meinem ersten Tag in der Berufsschule, kamen starke Kopfschmerzen auf, die sich täglich wiederholten. Ich suchte dann meinen Hausarzt auf, der mir zunächst verschiedene Schmerzmittel verschrieb (Ibuprofen und Paracetamol). Da diese jedoch keine Linderung brachten, wurde ich an einen Neurologen überwiesen. Dieser vermutete eine Migräne und verschrieb mir Naratriptan und Sumatriptan. Zusätzlich erhielt ich eine Überweisung für ein MRT des Kopfes.

Nach der Durchführung des MRT ging ich erneut zum Neurologen, der jedoch überfordert mit meiner symptomatik war. Er verwies mich zu einen anderen Neurologen. Bei dieser Neurologin entstand die Idee einer Lumbalpunktion mit Druckmessung, um den genauen Ursprung der Kopfschmerzen zu bestimmen.

Bei einer Lumbalpunktion wird ein Katheter (wie ein Venenverweilkatheter nur ohne Schlauch sondern stabil
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)zwischen den 3. und 4. Lendenwirbel punktiert, während man sich im sitzen befindet und mit dem kopf auf den beinen liegt während der rücken einen Buckel macht. Wenn dieser Katheter liegt legt man sich auf die Seite. Im Anschluss wird eine Säule zur Druckmessung angebracht. In dieser steigt also das liquor zu dem bestehenden Druck. Wenn der Druck sich nicht im Normbereich befinden sondern im Überdruck, dann wird im Anschuss Liquor abgelassen. Anschließend wird der Katheter wieder gezogen und man legt sich einige stunden auf den rücken.

Im Mai 2020 ging ich ins Krankenhaus, um diese Lumbalpunktion durchführen zu lassen. Die Punktion wurde im Sitzen, mit dem Kopf auf den Beinen, wobei ich meinen Rücken dabei einen Buckel machte, durchgeführt. Nach dem Einführen des Katheters lag ich auf der Seite. Eine Säule zur Druckmessung wurde angebracht, sodass der Liquor in den vorhandenen Druck aufstieg. Wenn der Druck über dem Normalbereich lag, wurde zusätzlich Liquor abgelassen. Anschließend wurde der Katheter gezogen, und ich lag für einige Stunden auf dem Rücken.

Dieses Verfahren war nicht einmalig. Aufgrund anhaltender Kopfschmerzen musste ich mehrfach ins Krankenhaus für weitere Lumbalpunktionen mit Druckmessung.
Am 14. Juli 2022 wurde ich operativ behandelt: Mir wurde ein VP-Shunt implantiert. Auch nach der Operation blieben die Kopfschmerzen für einige Monate bestehen, woraufhin ich mich an eine Schmerzklinik wendete. Dort wurde ich umfassend untersucht, und ich erhielt Pregabalin, welches sehr gut half. Seitdem habe ich nur noch sehr selten Kopfschmerzen, die jedoch niemals mehr die Intensität der Beschwerden der vorherigen Jahre erreicht haben.

Wie geht es mir inzwischen?

Inzwischen habe ich selten bis keine Kopfschmerzen mehr.
Ich nehme seit der Schmerzklinik das Pregabalin mit 150mg und damit geht es mir sehr gut.
Ich bin allen Ärzten, welche mich auf dem weg begleitet hatten, sehr dankbar.
Zudem bin ich auch meinen Eltern dankbar, welche mich auf der ganzen "reise" begleitet hatten und mich überall hingefahren hatten ohne irgendwas in frage gestellt zu haben.

Ich hoffe das lesen hat dir spaß gemacht und es war informativ für dich.

Liebe Grüße
Michelle